Mislin Cup 2011- 2014

2013  Niklas Döbler mit Daniel Haering (Per Benthin mit Marc Mettler 3:2)
2012  Niklas Döbler mit Marc Mettler (Philipp Bodmer mit Andrea Zoelly 3:0)
2011  Chris Tanner mit Georg Stucki (Marc Mettler mit Jay Vontobel 3:0)

Report Mislin Cup Final 2013

Das Wetter während des Spieltages im November war nasskalt. Eigentlich wie immer bei einem Mislin Cup Final. Dies ist eine jener Traditionen, welche das Spiel aber nicht wirklich beliebter machen. Nachdem das Team Niklas Döbler/Daniel Haering sich im Halbfinal (etwas überraschend) gegen Felix Büchi/Georg Stucki durchsetzen konnten, erwartete sie am 24. November im Final das Team Per Benthin/Marc Mettler. Sie konnten in der Vorrunde klar gegen Chris Tanner/Marc Tavra gewinnen.

 

Wer zuerst drei Sätze gewann ("Best of Five") durfte seinen Namen auf eine Metalltafel gravieren lassen, welche eine alt ehrwürdige Holztafel zierte. So will es das jährliche Ritual seit 1964. Im ersten Satz ereignete sich ein Phänomen, welches allzu oft in solchen Spielen zu sehen ist: Eine Mannschaft (in diesem Fall Benthin/Mettler) verschläft den Start und bevor sie sich umsah, lag sie bereits 7:2 im Rückstand. In dieser Phase war Marc gedanklich noch beim Nachmittagstee. Niklas spiele aggressiv fehlerfrei und Daniel traf jede noch so kleine Kante. Zwar konnten Benthin/Mettler noch etwas aufdrehen, aber Döbler/Haering liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Sie führten 1:0 in einem Final, in welchem die angereisten Zuschauer noch nicht auf ihre Kosten kamen.

 

Im zweiten Satz waren dann alle Spieler hellwach und es entwickelte sich ein richtiger Finalfight. Per fand sehr gut in das nun deutlich schnellere Spiel und „versenkte“ regelmässig grossartige Volleys. Marc punktete souverän aus dem Hintergrund und so konnten Döbler/Haering nie die Führung übernehmen. Der intensive und spannende Schlagabtausch endetet folgerichtig und verdient mit 12:9 für Benthin/Mettler.

 

Der dritte Satz bot dann Fives vom Feinsten. Präzise Aufschläge, fintenreiche Ballwechsel und eine grossartiges Fairplay prägen den Satz. Die Punkte wurden fast ausnahmslos herausgespielt, d.h. Eigenfehler wurden kaum verzeichnet. Bis ein heftiger Zusammenprall zwischen Marc/Daniel plötzlich für Marc nichts Gutes ahnen liess. Nach einer kurzen Pause ging es glücklicherweise kämpferisch weiter. Kein Team konnte sich absetzen und so musste beim Stand von 10:10 das Tie-Break entscheiden. Rasch gingen Benthin/Mettler mit 3:0 in Führung. Marc traf dabei gleich zweimal direkt die Pepperbox. Beim Stand von 4:1 zeigten sie aber Nerven und liessen Döbler/Haering bedrohlich auf 4:3 herankommen. Mehr aber nicht. Der dritte Satz ging an Benthin/Mettler, welche nun mit 2:1 Sätzen führten.

 

Würde der nächste Satz die Entscheidung bringen? Alles sah danach aus. Döbler/Haering legten im vierten Satz wieder einen Blitzstart hin und führten innert kürze mit 4:2 Punkten. Per legte nun aber eine kleine schöpferische Pause ein, welche vom Gegner genutzt wurde. Spektakuläre long-line Duelle wurden erspielt, wobei Döbler/Haering immer einen Schritt schneller waren. Nie gaben sie das Spiel aus der Hand – das Final musste zwangsläufig im 5. Satz entschieden werden.

 

Hight-Noon im 5. Satz: Und zum wiederholten Male zogen Döbler/Haering mit 7:3 davon und glaubten bereits, den Champagner kühl stellen zu können. Aber das grosse Finale sollte erst noch kommen: Bei frostigen Temperaturen mobilisierten beide Teams sämtliche Kräfte zu grossartigen Ballwechseln. Ein scharfer Longline-Ball von Daniel konnte Marc nicht mehr erreichen – es stand 10:7 für Döbler/Haering. Nun erreichte das Spiel den Höhepunkt. 2 ½ Stunden wurden bereits gespielt und das Final ging in die entscheidende Phase. Beide Teams spielten voll auf Angriff und zum Foot-down für Döbler/Haering dauerte es 20 Minuten. Der Matchball repräsentierte das ganze Spiel. Spektakuläre Ballstaffetten wechselten sich ab. Keinem Team gelang es, den Punktgewinn strategisch vorzubereiten. Jeder noch so gut geschlagene Ball wurde mit einem noch besserer beantwortet. Der Schlusspunkt aber nahte. Mit einer Fingerspitze gelang es Daniel, einen Volley von Per in extremis über die Kante zu schlagen - Marc kam knapp zu spät. Der Match wurde nach 3 Stunden von Döbler/Haering in 3:2 Sätzen entschieden.

 

Allgemeine Erleichterung machte sich breit, als sich alle Spieler lachend zum wohl besten Finalspiel seit vielen Jahren gratulierten!

Report Mislin Cup Final 2013
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